Jaripeo

Mit ihrem Debüt ist das Regie-Duo Efraín Mojica (Mexiko) und Rebecca Zweig (USA) gleich zu zwei wichtigen Filmfestivals in diesem Winter eingeladen. Nach der Premiere in der Sundance-Sektion NEXT an diesem Wochenende wird „Jaripeo“ im Februar auch im Panorama der Berlinale zu sehen sein.

Das Thema klang durchaus vielversprechend: in der Macho-Kultur des Rodeo wollte das Duo nach queerem Begehren fahnden und sprach mit einigen Männern, die ihre Sexualität nur heimlich ausleben, während andere in Drag sehr demonstrativ zu ihren Vorlieben stehen.

Leider kommt die Doku ihren Protagonisten nicht näher, die Fragen bleiben an der Oberfläche. Dazwischen verliert sich der Film in Stroboskop-Gewittern und weiteren formalen Spielereien wie Super8-Material-Einsatz. Die filmischen Mittel wirken völlig beliebig eingesetzt.

Die von arte koproduzierte Doku „Jaripeo“ schaffte es nicht, ihr interessantes Thema zu beleuchten und Einblicke zu vermitteln. Bei der Pressevorführung im Gropius-Bau lichteten sich die Reihen dementsprechend bald und kontinuierlich.

Bild: Internationale Filmfestspiele Berlin

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