Último helecho

Mit einem eigenwilligen Stilmix aus barocker Todessehnsucht und lateinamerikanischer Folklore endet die dritte Ausgabe der Performing Arts Season der Berliner Festspiele.

Über weite Strecken bleibt die Bühne tiefschwarz, der einzige Farbtupfer ist das Duo aus dem französischen Tänzer François Chaignaud französischer Tänzer und der argentinischen Sängerin Nadia Larcher, die Nina Laisné zusammengebracht hat. Sie tragen schillernde Kostüme, halb Mensch, halb Pflanze, und umkreisen einander. Die Tonlage ist meist klagend und trauernd, in einigen Momenten um einander werbend.

Auch wenn dans Programmheft einige der gesungenen Texte in Übersetzung abdruckt, bleibt dieser Stilmix rätselhaft: eine Crossover-Performance, die im Juli 2025 bei ImPulsTanz Wien Premiere hatte, im August zur Ruhrtriennale nach Essen weiterwanderte und nun als Koproduktion die Performing Arts Season beschließt.

Im Saal des Festspielhauses blieben deutliche Lücken, doch bei einigen Anwesenden stieß diese „verrückteste Aufführung der Reihe“ (Sandra Luzina im Tagesspiegel) auf große Begeisterung. Ein rätselhaftes Spektakel bleibt diese Folklore-Mash-up-Performance, die in einem bunten Sammelsurium so unterschiedlicher Stile und Ansätze von William Kentridge, Akram Khan oder Thorsten Lensing auch einen Platz findet.

Bild: Thaïs Breton

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert