Im Vor-Krisen-Jahr 2018 leben Mittdreißiger-Millenials in den Tag hinein. Sie machen irgendwas mit Medien, schreiben einen Roman oder bauen Websites. In Beziehungsfragen sind sie genauso unentschlossen, fahren mehrgleisig und ruinieren ihre Optionen.
Dieses Milieu beschrieb Leif Randt in seinem Bestseller, den Anna Roller nun fürs Panorama der Berlinale verfilmt. In ihrer ersten Hauptrolle spielt Sylvaine Faligant die Tanja, wesentlich erfahrener ist Jannis Niewöhner, der ihren On-Off-Fernbeziehungs-Lover Jerome spielt und für den orientierungslosen Narzissten eine Idealbesetzung ist.
Die ARD-Degeto/BR-Koproduktion ist solide Fernsehunterhaltung und ein treffendes Porträt eines bestimmten Ausschnitts der Millennial-Generation. Für die Berlinale ist „Allegro Pastell“ selbst für die Nebenreihe Panorama etwas zu leichtgewichtig.
Am 14. Februar 2026 hatte „Allegro Pastell“ seine Festival-Premiere, der Kinostart ist von DCM für 16. April 2026 angekündigt.
Bild: Felix Pflieger