Der Tag, als ich nicht ich mehr war

Der Ausgangspunkt von Roland Schimmelpfennigs Auftragswerk „Der Tag, als ich nicht ich mehr war“ ist vielversprechend: Es soll um eine Kleinfamilie, die mit ihren eigenen Doppelgängern und verdrängten Abgründen konfrontiert wird. Aus diesem vielfach variierten Stoff hätte man einiges machen können.

Wir lernen ein Paar mit zwei fast erwachsenen Kindern kennen, die bisher ein biederes Leben mit Bürojob, Chorprobe und kleinem Häuschen führten. Eines Tages brechen der Mann (Cammil Jammal) und die Frau (Franziska Machens) aus ihrer Routine aus: zwei nackte Doppelgänger (Elias Arens und Maike Kirsch) verführen sie, locken sie in einen Fichtenwald und in die schummrige Schwertfischbar am Hafen.

Leider schleppt sich diese Uraufführung in den Kammerspielen des Deutschen Theaters unter Anne Lenks Regie ohne zündende Pointen und enttäuschend matt dahin. Die interessante Grundidee verpufft weitgehend. Als Fingerübung hätte das Stück besser in die Box gepasst.

Bild: Arno Declair

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