Ein berührender Film über die Trauer nach einem schweren Verlust gelingt dem österreichischen Regisseur Adrian Goiginger mit „Vier minus drei“.
Barbara (Valerie Pachner) ist auf dem Heimweg von ihrem Job als Krankenhaus-Clown in einer Grazer Klinik, als sie von einer Freundin informiert wird: am Bahnübergang in der Nähe ihres Wohnorts gab es einen Unfall mit dem bunt bemalten, sehr auffälligen Clowns-Bus, den ihr Mann als Familienkutsche nutzt.
Bald hat sie traurige Gewissheit: Ihr Mann Heli (Robert Stadlober) starb schon am Unfallort, die beiden Kinder Thiemo (Jonas Recklie) und Fini (Victoria Wild) erliegen ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die verschiedenen Phasen der Trauer von völliger Apathie über exzessives Feiern bis zum Wunsch nach einem Neuanfang zeichnet das Drehbuch von Senad Halilbašić nach. Dieses beruht auf dem gleichnamigen autobiographischen Roman von Barbara Pachl-Eberhart aus dem Jahr 2010, die darin den Unfalltod ihrer Familie vom März 2008 verarbeitete.
Regisseur Goiginger fiel schon auf der Berlinale 2017 in der Perspektive Deutsches Kino mit seinem einfühlsamen Debüt „Die beste aller Welten“ über das Aufwachsen mit einer drogenabhängigen Mutter auf. Auch in seinem mittlerweile 5. Film „Vier minus drei“ beweist Goiginger sein Gespür, herausfordernde Stoffe zu meistern. Bis in die Nebenrollen, z.B. mit Stefanie Reinsperger als Freundin der Hauptfigur und Hanno Koffler als ihr Date, ist diese ORF/arte/BR/SWR-Koproduktion stark besetzt.
„Vier minus drei“ hatte am 16. Februar 2026 im Panorama der Berlinale Premiere. Alamode hat den Kinostart für 16. April 2026 angekündigt.
Bild: © Nikolett Kustos, Alamode Film, Polyfilm