Marty Mauser ist Schuhverkäufer irgendwo im New York der 1950er Jahre und ist fest davon überzeugt, dass er dazu berufen ist, eine große Karriere als Tischtennis-Star zu machen. Diesem Ziel ordnet er alles unter. Er trickst sich durchs Leben, versucht als Schlitzohr alle über den Tisch zu ziehen, gerät aber doch stets schnell an seine Grenzen. Timothée Chalamet flitzt und strauchelt durch diese 2,5 Stunden, die oft redundant sind und viele dramaturgische lose Enden.
Regisseur Josh Safdie und Kameramann Darius Khondji lassen mit viel Liebe zum Detail die 1950er Jahre auferstehen und zeigen ein New York, wie wir es vor allem aus den Filmen von Martin Scorsese der 1970er und 1980er Jahre kennen: voller zwielichtiger Typen, oft von Laien gespielt, einen besonders zwielichtigen Hundebesitzer spielt Abel Ferrara, den man als Regisseur und Drehbuchautor kennt. Eine logische Wahl für den Premieren-Ort dieser Hommage an ein untergegangenes New York ist das dortige Film-Festival, wo „Marty Supreme“ im Oktober 2025 uraufgeführt wurde.
Ansonsten ist der Film ganz auf den Jungstar-Twink Chalamet zugeschnitten, der im Januar 2026 bereits einen Golden Globe für den besten Komödien-Hauptdarsteller gewann. Auch für den Oscar wird er hochgehandelt, mit 9 Nominierungen geht der Film ins Oscar-Rennen.
In den USA startete „Marty Supreme“ schon zu Weihnachten, in den deutschen Kinos am 26. Februar 2026.
Bild: Tobis Film