Sie schmachten einander an und würden am liebsten übereinander herfallen, sich gegenseitig verschlingen: Cathy (Margot Robbie) und Heathcliff (Jacob Elordi) kennen sich seit ihrer Kindheit, seitdem der jähzornige Vater von Cathy das verwilderte Findelkind als Knecht bei sich aufgenommen hat.
Die Klassen- und Standesschranken im viktorianischen England sind es, die ihrem Glück im Wege stehen. Aber nicht nur diese, sondern auch sie selbst. Statt offen miteinander zu reden, deuten sie ihre Gefühle nur an. Als es zu spät ist, quälen sie sich gegenseitig und benutzen unschuldige Dritte als Objekte für das Leiden.

Im Spannungsverhältnis zwischen Kitsch und Kink inszeniert die Britin Emerald Fennell, die seit „Promising Young Woman“ und „Saltburn“ eine der vielversprechendsten jungen Regisseurinnen ist, diese Adaption des Romanklassikers von Emily Brontë. In den 136 Minuten gerät dies oft sehr zäh und klischeehaft, wenn die Streicherklänge melodramatisch säuseln. Zum Glück lässt Fennell aber auch ihr Talent aufblitzen. Die Rachefeldzüge sind so kinky, wie ein großes Hollywoodstudio wie Warner es gerade noch zulässt. Und wenn sich zwei der attraktivsten Menschen aus der Glamourbranche, Robbie und Elordi, in Hassliebe verzehren, hat dieser opulente, überlange Schinken immer wieder seine starken Momente.
Püntlich zum Valentinstag-Wochenende kommt „“Wuthering Heights““ (die Regisseurin setzte die Anführungszeichen bewusst) am 12. Februar 2026 in die Kinos.
Bilder: Warner Bros. Pictures