Grau und trostlos sind die Straßenschluchten von Brüssel, in denen die lesbische Auftragskillerin Tez (Sophie Verbeeck) in ein unübersichtliches Gewirr von Geschäftsinteressen und kriminellen Aktivitäten hineingerät.
Wer mit wem gegen wen paktiert, ist auch den handelnden Personen meist nicht klar. Im Gegensatz zu Thomas Arslans wortkargem „Verbrannte Erde“ wird in diesem Noir von Christoph Hochhäusler, einem anderen prominenten Vertreter der „Berliner Schule“ viel geredet. Die Gedanken kreisen um die Winkelzüge der Gegner und Partner.
Die Spannung hält sich jedoch in Grenzen: die Figuren bleiben im Halbdunkel austauschbar. Das Tempo ist bis auf eine etwas rasantere Exposition und den Showdown demonstrativ entschleunigt. Dies ist ganz im Stil des Festivals von Locarno, wo Hochhäuslers erste französischsprachige Produktion „Le Mort viendra“ im Sommer 2024 im Wettbewerb lief.
Es folgten Einladungen zum Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg und zu Around the World in 14 films in der Berliner Kulturbrauerei im Spätherbst 2024. In die Programmkinos kam diese arte/BR-Koproduktion erst am 12. März 2026.
Bild: W-Film