Jahresendzeitprogramm mit Merkel und Westerwelle

Traditionell platzt das Kreuzberger Mehringhoftheater aus allen Nähten, wenn Angela Merkel alias Christoph Jungmann sich die Ehre gibt, charmant durch das Jahresendzeitprogramm zu führen.

Unnachahmlich ist ihr "Ich habe nichts gemacht", als Guido Westerwelle (sehr gekonnt von Hannes Heesch parodiert) beleidigt von der Bühne abgeht, nachdem sie seine ellenlangen Ausführungen mit einigen unschuldigen Zwischenfragen sabotiert hat. Ganz störungsfrei verläuft ihre Moderation aber auch danach nicht: Roland Koch hält sie nach der Pause auf der Damentoilette gefangen, weil die geschiedene ostdeutsche Protestantin nicht länger an der Spitze der CDU stehen darf.

Wie in den vergangenen Jahren überzeugt das Jahresendzeitteam durch eine gelungene Mischung aus Parodien auf die wichtigsten politischen Köpfe und humorvolle Alltagsbeobachtungen in den Texten von Horst Evers und Bjov Berg. Höhepunkte sind die immer wieder eingestreuten Adaptionen bekannter Melodien mit neuen Texte zum Dauerbrenner S-Bahn-Chaos oder zum Vulkanausbruch, der tagelang die Flugrouten lahmlegte.

Die bissigste Abrechnung des aktuellen Programms trifft Thilo Sarrazin, dessen Selbstinszenierung in einem langen Klavier-Solo vom immer brummiger werdenden Manfred Maurenbrecher auseinandergenommen wird.

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