„Westen“: düsteres Drama aus dem Kalten Krieg

Christian Schwochow hat sich in den vergangenen Jahren als Regisseur von Kinofilmen (Novemberkind, Die Unsichtbare), Theaterstücken (Gift am Deutschen Theater Berlin) und TV-Mehrteilern (Der Turm nach Uwe Tellkamps Bestseller) einen Namen gemacht.

Sein neuer Film Westen ist ein düsteres, sehr verqualmtes Drama, ganz in verwaschenen Grautönen gehalten, das fast ausschließlich im Notaufnahmelager Marienfelde im Süden der Frontstadt West-Berlin Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre spielt. Nelly Senff (Jördis Triebel) findet sich mit ihrem kleinen Sohn Alexej (Tristan Göbel) in einer kafkaesken Tretmühle aus Verhören, Demütigungen und ungewisser Zukunft wieder, nachdem sie einen Ausreiseantrag aus dem real existierenden sozialistischen System gestellt und ihren Job als Chemikerin in der Akademie der Wissenschaften verloren hat.

Der Film wird von der genauen Beschreibung von Details und seiner bedrückenden Stimmung getragen, die Handlung bleibt eingefroren. Er basiert auf Julia Francks Roman Lagerfeuer (2003) und wurde im August 2013 auf dem Festival in Montreal mit zwei Preisen ausgezeichnet (u.a. Jördis Triebel als beste Hauptdarstellerin).

Westen startete am 27. März 2014 in den Kinos.

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