The Wailing – Die Besessenen

In ausgewählten Programmkinos startete in dieser Woche der Exorzismus-Thriller „The Wailing – Die Besessenen“. Bei dem mehr als 2,5 Stunden langen Trip durch ein verregnetes Bergdorf handelt es sich um den dritten Film des südkoreanischen Regisseurs Na Hong-jin.

Ein Dorfpolizist ist einer geheimnisvollen Seuche auf der Spur: Einwohner verlieren den Verstand oder werden bestialisch verstümmelt aufgefunden. Der bildgewaltige Film spart keine Details aus, im Gegenteil: er weidet sich an den Einzelheiten seines Plots, der alle Zutaten eines klassischen Grusel-Thrillers aufweist.

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Der Verdacht fällt zunächst auf einen wortkargen japanischen Einsiedler, der mit einer schwarzen Kampfhund-Bestie an den Rand des Dorfs gezogen ist. Im Lauf der Ermittlungen beginnt der bodenständig-pragmatische Dorfpolizist an seinem rationalen Weltbild zu zweifeln, insbesondere da auch seine Tochter plötzlich von den bösen Mächten befallen scheint. Er zieht Schamanen und Exorzisten zu Rate.

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„The Wailing – Die Besessenen“ besticht zwar durch opulente Bilder. Kameramannn Hong Kyung-pyo zeigte auch bei den beeindruckenden Filmen „Snowpiercer“ und „Mother“ dabei. Die krude Handlung, die zu sehr den Genre-Konventionen verhaftet ist, ist jedoch ein deutlicher Minuspunkt. Der Film wird sein Nischenpublikum abseits des Mainstreams in den Programmkinos und auf DVD finden. Im besonders starken Cannes-Jahrgang liefen „The Wailing – Die Besessenen“ als bunter Farbtupfer außer Konkurrenz am Rande des offiziellen Wettbewerbsprogramms. Im direkten Vergleich mit „Die Taschendiebin“ (Kritik), einem der stärksten südkoreanischen Filme der vergangenen Jahre, der im Wettbewerb lief und im Januar im Kino startete, fallen „The Wailing – Die Besessenen“ deutlich ab.

Bilder: Alamode Verleih

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