You know me, now forget it

Düster und beklemmend ist das wortlose Intro von Denise Vieiras „You know me, now forget it (Original: Sabes de mim, agora esqueça)“. Das ist zugleich auch die stärkste Passage des Films.

Bedrohlich ist die Lage für die Sexarbeiterinnen am Straßenstrich. Als Gegenpol wird der Safe Space gezeichnet, den Margô errichtet. Sozialrealistisch erzählt der Film von ihren alltäglichen Gesprächen, manchmal wird es auch etwas expliziter, selten kommt eine Mystery-Komponente ins Spiel: die Matriarchin Margô ist mehrere Jahrhunderte alt und in der Lage, über dem Boden zu schweben.

„You know me, now forget it“ ist typisches Nischen-Festivalkino: ein Sozialdrama mit hybriden Einsprengseln, das bisher nur auf kleineren Festivals lief und kaum Chancen auf einen Verleih mit regulärem Kinostart hat. Vieles wirkt noch roh und ungeschliffen.

In Marseille wurde Vieira im Juli 2026 für das beste Debüt ausgezeichnet, beim Filmfest Hamburg läuft ihr Film in der Latino-Sektion Vitrina.

Bild: Corriola

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert