Eine Entdeckung des Queerfilmfestivals ist die Komödie „Departures“: mit einer großen Prise britischen Humors erzählt Lloyd Eyre-Morgan (Co-Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller) von toxischen Beziehungsmustern.
Benji verliebt sich immer in denselben Typ Mann: narzisstische Muskelpakete, emotional unerreichbar und bindungsunfähig. Am Flughafen von Amsterdam trifft er auf Jake (Daniel Tag), einen Personal Trainer, der seine Bi-Neigung nur im Geheimen abstreitet und mit seiner Partnerin ein Kind erwartet.
In Rückblenden erzählt die Hauptfigur von den Schmetterlingen im Bauch, der Achterbahn aus einer scheinbar harmonischen Affäre und dem bitteren Aufprall in der Realität. Sehenswert macht „Departures“ nicht der Plot, sondern die unkonventionelle Erzählweise: lakonisch und selbst-ironisch, mit Voice-oiver und kleinen Animationen legt sich Benji Rechenschaft darüber ab, was ihn immer wieder in dieselbe Fall tappen lässt.
„Departures“ lief im vergangenen Jahr in Manchester und beim LGBTQ-Festival in London. In Großbritannien bekam er auch schon einen Kinostart im April 2026. In Deutschland präsentierte ihn Salzgeber bisher nur beim Queerfilmfestival, das traditionell im September in mehreren Großstädten parallel stattfindet.
Bild: Salzgeber