Jubiläumsprogramm – Das Mehringhoftheater wird 25

Arnulf Rating hat recht: Das Mehringhoftheater sieht seit Jahren mit seinem Kreuzberger Hinterhofcharme immer gleich aus. Dieselben engen Stühle, die Chefs stehen selbst an der Kasse und der Bar, der abgeschlossene Lift ragt mitten in den Zuschauerraum und wie so oft ist es auch an diesem Abend proppevoll. Als das Mehringhoftheater am 1. April 1985 eröffnete, hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass dieses Projekt die Türme des World Trade Centers und die Berliner Mauer deutlich überleben würde, wie Rating philosophierte.

Anlässlich des 25jährigen Bestehens traten in den vergangenen Tagen die bewährten Kräfte des fast kompletten Jahresendzeitteams mit einem Jubiprogramm auf die Bühne. Statt eines Feuerwerks oder Torte gab es ein "Best of" der Programme der letzten Jahre. Angela Merkel alias Christoph Jungmann ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, persönlich in ihrer unnachahmlichen Art mit Schnoddrigkeit und so schlecht sitzender Frisur wie in alten Tagen durch das Programm zu führen.

Die besondere Qualität des Jahresendzeitprogramms wird diesmal nicht ganz erreicht. Dort ist immer ein klarer roter Faden zwischen den Nummern erkennbar, diesmal springen die Themen etwas bunt und unchronologisch durch die zweieinhalb Jahrzehnte der Hausgeschichte.

Als Zugabe war in den vergangenen Tagen jeweils ein Kabarettist eingeladen, der dem Haus in besonderer Form verbunden ist. An diesem Abend trat der eingangs zitierte Arnulf Rating, eines der "Urgesteine" der Berliner Kabarettszene, auf, der wie viele andere Freunde dieser kleinen Bühne (Matthias Deutschmann, Volker Pispers, etc.) längst große Häuser füllt, aber immer wieder an das Mehringhoftheater zurückkehrt. Diese Mischung aus großen Namen und interessanten Neuentdeckungen wird sich hoffentlich auch in den nächsten 25 Jahren nicht ändern.

Weitere Informationen und Termine 

Die Bildrechte liegen beim Mehringhoftheater. 

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