ilb – Lesung von Michael Stavaric

Michael Stavaric bot bei seiner Lesung auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin einige Häppchen aus seinen Büchern Böse Spiele (2009) und Europa. Eine Litanei, dessen 2. Auflage gerade erschien.

In diesen kurzen Eindrücken wird deutlich, dass wir es bei dem Autor, der 1972 in Brno geboren ist, noch als Kind seinen Eltern nach Österreich emigrierte, lange an der tschechischen Botschaft in Wien arbeitete und nun als freier Schriftsteller dort lebt, mit einem facettenreichen Autor zu tun haben.

In Böse Spiele geht es um eine schwierige Viereck-Beziehung, die mit mythischen Motiven und Klischees aus dem Zusammenleben der Geschlechter spielt. In dem Ausschnitt zeigt sich eine sehr rhythmisch-spielerische Komposition seiner Sprache.

Stilistisch und inhaltlich gibt es einen deutlichen Kontrast zum neu aufgelegten satirischen Buch Europa. Eine Litanei. Darin verknüpft er in einem assoziativen Kaleidoskop viele Kuriositäten aus den verschiedenen Regionen und Kulturen Europas. Ein Lesebuch, in das man wie bei einem Lexikon an beliebiger Stelle einsteigen kann.

Es wäre wesentlich interessanter gewesen, noch längere Passagen aus seinem Werk zu hören, anstatt die ohnehin knappe Veranstaltungszeit von nur 1 Stunde mit recht belanglosen Standardfragen á la "Wie arbeiten Sie? Mit dem Computer oder schreiben Sie mit der Hand?" zu füllen.

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