Autobiografia Ceaucescu

Zum Abschluss des Festivals Around the world in 14 films wurde die extralange rumänische Dokumentation Autobiografia Lui Nicolae Ceaucescu gezeigt. Leider waren viele der Szenen in den drei Stunden etwas redundant: Ceaucescu empfängt Honecker, Ceaucescu besucht Carter, Ceaucescu gibt Gorbatschow beim Warschauer Pakt-Gipfel den Bruderkuss, Ceauscescu besucht sozialistische Musterbetriebe, usw.

Andrej Ujicas Film zeichnet chronologisch die Stationen von Ceaucescus Antszeit als rumänischer Staatschef von 1965-89 nach. Es handelt sich durchweg um offizielle Filmdokumente der Fassaden der Selbst-Inszenierung des kommunistischen Herrschers mit den üblichen Massenaufmärschen und Parteitagsakklamationen.

In manchen Passagen gelingt es dem Film jedoch wirklich gut, die Mechanismen dieser autoritären Herrschaft kenntlich zu machen: Die interessanteste Aufnahme ist ein kurzer Zwischenfall beim XII. Parteitag der rumänischen kommunistischen Partei, als ein Redner Ceaucescus Wiederwahl in Frage stellt. Sofort schreitet ein linientreuer Kader ein, macht den Vorredner lächerlich und wird immer wieder von minutenlangen inszenierten Ovationen fpr den Großen Vorsitzenden unterbrochen.

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