Sehenswerte Iran-Dokumentation: „The Green Wave“

Einer der Höhepunkte des 5. Festivals Around the world in 14 films war The Green Wave von Ali Samadi Ahadi. In diesem sowohl wegen seiner künstlerischen Kreativität als auch wegen seines politischen Informationsgehalts überzeugenden Film wird die Situation im Iran vom überraschenden Aufkeimen der Hoffnung auf Wandel im Wahlkampf des Frühsommers 2009 bis zum brutalen Niederschlagen der anschließenden Proteste, als Präsident Ahmadinedschad unter fragwürdigen Umständen zum Wahlsieger erklärt wurde.

In nur 10 Montan fügten Ahadi und sein Team eine gelungene Collage aus Animations-Sequenzen, die an Persepolis erinnern, Video-Schnipseln und von Schauspielern eingesprochenen Blog- und Twitternachrichten. Ergänzt durch Interviews mit so kompetenten und prominenten Zeitzeugen wie Friedens-Nobelpreisträgerin und Menschenrechts-Anwältin Shirin Ebadi entsteht ein sehr bedrückendes, realistisches Bild der Vorgänge im Iran.

Aktuell wird der Film von Pegah Ferydoni, einer der Erzählerinnen, und dem Regisseur, die in Berlin beide mit dem grünen Schal als Symbol der Opposition auftraten, auf mehreren Festivals wie z.B. auch in Sundance vorgestellt, bevor er im Spätwinter in den deutschen Kinos starten wird.

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