Schweizer Kabarett: Ohne Worte, aber doch mit Rolf

In der bunten Vielfalt der Kabarett- und Kleinkunst-Szene haben sich die beiden jungen Schweizer Jonas Anderbuch und Christof Wolfisberg mit einer originellen Idee eine Nische erobert.

Seit 1999 treten sie unter dem Namen Ohne Rolf auf. Ihre Markenzeichen sind ihre schicken schwarzen Anzüge und ihre Kommunikation fast ganz ohne gesprochene Worte. Sie kommunizieren untereinander und mit dem Publikum, indem sie A1 – Plakate  zeigen, auf denen in Arial-Schrift ein schnippischer Kommentar oder ein kluger Gedanke festgehalten ist.Die beiden Kleinkünstler blättern sich mit erstaunlichem Tempo durch ihre Diskussionen, das Publikum liest gebannt mit und wird auch immer wieder einbezogen.

In ihrem zweiten abendfüllenden Programm Schreibhals taucht eine weitere Figur auf: Eine kleine Puppe greift mit winzigen Plakaten quengelig in den Schlagabtausch ein. Für den Nachwuchs suchen die beiden Künstler zwei Paten aus dem Publikum und einen Namen. Minutenlang bekriegen sie sich auf ihren Plakaten und werfen sich Namen wie Tristan und Urs um die Ohren, bis sie sich dann schließlich doch für Rolf entscheiden.

Der Abend in der traditionsreichen Bar jeder Vernunft, wo Ohne Rolf noch bis einschließlich heute täglich um 20 Uhr gastieren, ist unterhaltsam. Über die lange Strecke eines zweistündigen Abends fehlt an einigen Stellen aber noch die Würze und abwechslungsreichere Ideen. Ihr Konzept, sich nur über Plakate zu verständigen, zündet vor allem in den kurzen Auftritten in verschiedenen Kabarettsendungen oder auf Festivals, mit denen sie in den vergangenen Jahren bekannt wurden.

Ohne Rolf im Internet

Das aktuelle Programm Schreibhals

Die Bar jeder Vernunft im Internet

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