„Black Rider“: unterhaltsame Schaubühnen-Inszenierung

Zwei unterhaltsame Stunden bieten die Regisseurin Friederike Heller, die Band Kante und das Schauspieler-Ensemble um Jule Böwe und Franz Hartwig. Das Musical Black Rider, eine muntere Drogen-Revue, die Motive der deutschen Wald- und Jagd-Romantik aus Carl Maria von Webers Freischütz mit den Drogen-Erfahrungen der US-Beat-Literaten mixt, wirkt auch mehr als zwanzig Jahre nach der Aufführung von William Burroughs (Text), Tom Waits (Musik) und Robert Wilson (Regie) am Hamburger Thalia-Theater.

Der Abend ist ein interessanter Kontrast zu schweren politischen Stoffen: einige Kritiken bemängelten, dass diesem Abend der Esprit früherer Heller-Inszenierungen (Antigone, Der gute Mensch von Sezuan) fehle. Das Publikum zeigte sich beim langen Schluss-Applaus von dieser bunten Revue durchaus amüsiert. Mehr wollte dieser Abend auch gar nicht erreichen.

Der Zwischenapplaus erkannte an, dass die Schauspieler ihre Songs inzwischen besser beherrschen als noch bei der Premiere, als bemängelt wurde, dass sie ihren Partien noch nicht ganz gewachsen seien.

Die Inszenierung ist eine interessante Ergänzung zu Kill your darlings, dem neuen Kinofilm mit Daniel Harry Potter Radcliffe als Allen Ginsberg, über die Beat-Literatur-Clique.

Die Premiere war am 24. November 2012.

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