Mid90s

Mit seinem Regie-Debüt „Mid90s“ war der Hollywood-Star Jonah Hill, der vor allem als kauziger Anwalt in „The Wolf of Wall Street“ überzeugte, in den vergangenen Monaten zu zwei großen Festivals eingeladen: auf die Premiere in Toronto folgte die Einladung als Panorama Special in den Zoo-Palast der Berlinale.

Sein Film kommt jedoch nicht über eine Fingerübung hinaus. Zu deutlich sind die Schwächen im Drehbuch. Klischeehaft erzählt „Mid90s“ von Stevie (Sunny Suljic), der in der Familie einen schweren Stand hat und in eine Skater-Gang abrutscht.

Stevie himmelt seinen älteren Bruder Ian (Lucas Hedges, der derzeit wohl gefragteste Nachwuchsschauspieler im US-Kino), kassiert von ihm allerdings nur brutale Schläge. Deshalb sucht er Halt bei einer Clique, die ihn in gefährliche Mutproben und einen fast tödlichen Auto-Unfall verwickeln.

Die Milieustudie der oberflächlich gezeichneten, apathisch abhängenden Gang schleppt sich zäh dahin. Zu wenig Tiefgang hat auch das Coming-of-Age-Geschichte des jungen Stevie, der eine weitere Desillusionierung erlebt und erneut die falschen Helden anhimmelt.

Bilder: © 2018 JAYHAWKER HOLDINGS, LLC

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