Star Dust – From Bach to David Bowie

Drei Jahre nach der Deutschlandpremiere ist das Complexions Contemporary Ballet aus New York zurück in Berlin, wieder haben sie ihre Show „Star Dust – From Bach to David Bowie“ im Gepäck. Damals, im Juli 2019, traten sie in der Komischen Oper auf. Ihr sehr athletisch-sinnlicher Tanzstil und ihre expressive Lebensfreude passt tatsächlich gut zum Konzept des dort gerade verabschiedeten Intendanten Barrie Kosky. Diesmal beenden sie ihre Tour nach Stationen in Frankfurt und Köln einige Meter weiter im Admiralspalast.

Der Grundgedanke des knapp zweistündigen Abends ist es, zwei sehr unterschiedliche Superstars der Musikgeschichte aufeinander treffen zu lassen. Die erste Hälfte „Bach 25“ beginnt klassisch elegant: zu Klavierkonzerten von Johann Sebastian Bach und Cellokonzerten seines Sohns Carl Philipp Emanuel Bach hat Dwight Rhoden, Co-Chef der Compagnie, präzise Schrittfolgen und Hebefiguren choreographiert.

Nach diesem elegischen 25minütigen Intro und einer Erfrischungspause für Ensemble und Publikum kommt „Star Dust“ im zweiten Teil richtig auf Betriebstemperatur: ein Hit von David Bowie jagt den nächsten. „Changes“, „Space Oddity“ und „Heroes“ werden vom Publikum besonders beklatscht. Christine Darch hat das Ensemble in androgyne, punkig-grelle Kostüme gesteckt, dabei aber auch besonders darauf geachtet, dass die durchtrainierten Sixpacks der Tänzer gut zur Geltung kommen. Immer wieder bricht einer oder eine aus der Phalanx aus und setzt zu einem Solo an. Jeder hat seinen/ihren Moment und schlüpft einmal in die Bowie-Rolle.

Während der Bach-Teil aus dem Jahr 2018 stammt, brachte Dwight Rhoden die Bowie-Hommage schon wenige Monate nach dessen Tod im Frühjahr 2016 in Detroit zur Uraufführung.

In Berlin gastiert die Show noch bis zum 31. Juli 2022.

Bilder: Sharen Bradford

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