Nach längerer Pause meldeten sich die Regisseurin Sophie Fiennes und der postmarxistische Pop-Philosoph Slavoj Žižek mit dem dritten Teil eines bewährten Formats in Venedig zurück.
Nach „The Pervert’s Guide to Cinema“ (2006) und „The Pervert’s Guide to Ideology“ (2012) plaudert sich Žižek in seinem unverkennbaren Ton auch in „The Pervert´s Guide to Utopias“. In einem assoziativen, oft wirren Spaziergang wühlt er sich durch die jüngere Filmgeschichte von „Apolcaypse now“ über „Blade Runner“ und „Letztes Jahr in Marienbad“ bis „Melancholia“.
Die kurzen Ausschnitte werden aus Žižeks wie stets sehr eigenwilligem Mix aus Postmarxismus, Freud und Hegel kommentiert. Zum Spaß gehört dazu, dass er sich öfter verzettelt und der Erkenntnisgewinn der Gedankensplitter eher gering ist.
Am 7. September 2026 hatte „The Pervert´s Guide to Utopias“ außer Konkurrenz in Venedig Premiere. Ende des Monats lief er beim Filmfest Hamburg in der Reihe „Veto!“, ein Kinostart steht noch nicht fest.
Bild: © Keeper Pictures/P Guide/SPOK Films/The Film Kitchen/Mattima Films