Queens of the Dead

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Tina Romero, Tochter von Zombie-Kult-Legende „Queens of the Dead“, drehte auch einen Film über die Untoten. Doch der Apfel rollt dann doch ein ganzes Stück weg vom Erbe des Vaters. Sie drehte keinen düsteren, dystopischen Grusel-Schocker, sondern eine quietschbunt-vergnügte queere Drag-meet-Zombie-Komödie.

In einer Bar im New Yorker Viertel Bushwick treffen schillernde Figuren des Nachtlebens mit Verstärkung eines heterosexuellen Klempners aufeinander und haben schon mit ihren Eifersüchteleien und schleppenden Vorbereitungen mehr als genug zu tun. Aus dem alten Röhrenfernseher scheppert die Nachricht des karikaturhaften Bürgermeisters: die Bevölkerung solle in geschützten Räumen bleiben, eine graugesichtige Zombie-Armee treibe ihr Unwesen.

Bild: © QOTD Inc. filmperlen

In der Exposition all ihrer Figuren verzettelt sich Tina Romero manchmal ein bisschen. Richtig Fahrt nimmt der Film mit dem tollen Finale auf: Angelockt durch die Party-Musik wanken die Zombies auf ihre Displays stierend in die Falle, die ihnen die queere Community stellt.

„Queens of the Dead“ hatte am 7. Juni 2025 beim von Robert de Niro gegründeten Tribeca Film Festival Premiere und gewann dort den Publikumspreis als bester Spielfilm. Zum Halloween-Wochenende brachte ihn der Filmperlen-Verleih am 29. Oktober 2026 in die deutschen Kinos.

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