Paris Murder Mystery

Geballte französische Film-Prominenz versammelt sich in „Vie Privée“ (deutscher Verleihtitel: „Paris Murder Mystery“): Daniel Auteuil, Virginie Efira, Vincent Lacoste, Mathieu Amalric, mittendrin als Hollywood-Import Jodie Foster in der Hauptrolle der Psychotherapeutin Lilian Steiner.

Bei so glanzvollen Namen müsste Rebecca Zlotowskis Film eigentlich funkeln vor Esprit und Kreatitvität. Doch das Ergebnis enttäuscht. Ziellos mäandern die 105 Minuten zwischen zu betulicher Detektivkomödie, Mystery-Einsprengseln und dem Porträt einer Therapeutin, die sich zwischen den Fallstricken von Projektionen und Übertragungen verheddert.

Der Ausgangspunkt ist ebenso vielversprechend wie die Besetzung: eine Therapeutin in der Sinnkrise, der eine Patient beschimpft sie als unfähig, die andere erschien schon zum dritten Mal nicht zur Sitzung. Wurde Paula Cohen-Solal (Virginie Efira) ein Mordopfer?, fragt sich Steiner.

Sie macht sich als Hobbydetektivin auf die Spurensuche, bändelt wieder mit dem Ex-Mann an (Daniel Auteuil) und hat mit diversen Tagträumen zu kämpfen: die Patientin wird zum Lustobjekt ihrer Phantasie, der eigene Sohn (Vincent Lacoste) taucht als SS-Mann in ihrem Unterbewusstsein auf.

Der Genre-Mix ist über weite Strecken krude und selten amüsant. Trotz der Prominenz lief „Paris Murder Mystery“ im Mai 2025 in Cannes nicht im Wettbewerb um die Palmen, sondern nur außer Konkurrenz. 

Nach weiteren Festival-Stationen im Herbst 2025 wie Hamburg und Wien startet „Paris Murder Mystery“ am 16. April 2026 in den deutschen Kinos. 

Bild: © George Lechaptois

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