Minions & Monster

Von erfolgreichen Ideen können und wollen die Hollywood-Studios nicht lassen. Wenn eine Figur oder ein Format funktionieren, folgt sofort das nächste Sequel. So ging es auch mit den Minions, den chaotisch-tollpatschigen Wesen, die 2010 in „Ich – einfach unverbesserlich“ um den Bösewicht herumwuselten.

2015 bekamen sie den ersten Solo-Film, nun folgt bereits der 3. Streich ihrer Solo-Karriere und der insgesamt 7. Film, durch den die Minions purzeln. Die Ausgangsidee des Sequels hat Charme: „Minions & Monster“ ist als Hommage an die Geschichte des Kinos angelegt und voller kleiner Einspielungen, die dem anarchisch-kindgerechten Schabernack für ein erwachsenes Publikum einen zusätzlichen Reiz geben.

Der Plot besteht im Grunde aus einer Aneinanderreihung der Turbulenzen, die die Minions mal wieder anrichten, und läuft sich in der zweiten Hälfte der 90 Minuten dementsprechend etwas leer. Dennoch macht der Unterhaltungsfilm Spaß.

Ärgerlich ist nur, dass er auch ein Publikum anzog, die im Kino nichts verloren haben. Unermüdlich warnt die Yorck-Gruppe vor jeder Vorstellung vor den „Movie Villains“, die mit ihren hell aufleuchtenden Displays und in ihrer narzisstischen Rücksichtslosigkeit das Filmerlebnis für alle anderen stören. Ein besonders hohlbirniges „Movie Villain“-Exemplar war gestern in freier Wildbahn zu erleben. Als das Kino-Personal mit Rauswurf drohte, lenkte er ein, aber begriffen hat er wohl bis heute nicht, wie sehr er stört. 

„Minions & Monster“ startete am 1. Juli 2026 in den Kinos.

Bilder: Universal Studios

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