Spider-Man: Brand New Day

Zu den erfolgreicheren und sehenswerteren Ablegern des wildwuchernden Marvel-Kosmos zählen die Sequels rund um die Spider-Man-Figur. Zwischen all den Baller- und Action-Szenen, die zum Strickmuster eines Fantasy-Blockbusters gehören, bleibt genug Raum, die verschiedenen Facetten dieser einsamen, an sich selbst zweifelnden Superhelden-Gestalt zu entfalten. Tom Holland ist gerade 30 geworden und bekommt in Destin Daniel Crettons überlangem Blockbuster reichlich Gelegenheit, seinen durchtrainierten Tänzer- und Akrobraten-Oberkörper zu zeigen. Nach seiner Enttarnung im vorherigen Teil hat die Welt wieder vergessen, dass der unscheinbare Peter Parker hinter dem als Superhelden und Retter gefeierten Spidey steckt.

Das scheue Herantasten an MJ soll die Gen Z ins Kino locken, Zendaya und Holland sind auch im realen Leben ein frisch vermähltes Glamour-Traumpaar und auch im anderen Sommer-Blockbuster „Die Odyssee“ zu erleben. Der Clou dieser Fortsetzung ist jedoch das Auftreten einer mysteriös bleibenden Gegenspielerin (Sadie Sink), die es versteht, sich blitzschnell des Bewusstseins und Körpers jeder beliebigen Person im Radius von 10 Metern zu bemächtigen. Wenn sie rasant zum nächsten weiter springt, entstehen spannende Choreographien, die dem Action-Einerlei zusätzlichen Reiz verleihen.

Mit 150 Minuten ist der neue „Spider Man“ zwar deutlich zu lang geraten, im Gegensatz zu vielen anderen Multiverse-Fingerübungen rund um die Marvel-Comic-Figuren behält der Film eine stringente Erzählweise, die immer wieder mit Höhepunkten überrascht und über das eine oder andere Tal im Spannungsbogen hinwegtröstet.

„Spider-Man: Brand New Day“ hatte am 27. Juli 2026 seine Premiere in Los Angeles und startete zwei Tage später in den deutschen Kinos. 

Bild: ©2026 CTMG

 

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